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Kirchenjahr

Das Kirchenjahr

Der unaufhörliche Strom der Zeit, in den unser Leben, in den die ganze Schöpfung eingebunden ist, wird durch Gliederung und Rhythmisierung für uns fassbar und bewältigbar. Anstatt im endlosen Strom der Zeit, im ständigen Werden und Vergehen unterzugehen, werden wir von der Zeit getragen und gewinnt sie Gestalt. Ja, es gibt Momente im Leben, in denen wir scheinbar die Zeit überwinden in erfüllenden Augenblicken des Glücks.

Die Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter
gliedern den kosmischen Strom der  Zeit ebenso wie die Jahre, Monate, Wochen und Tage, die Stunden und Sekunden. Sonn- und Feiertage, Werktage, Freizeit und Arbeitszeit, persönliche Fest- und Gedenktage geben der Zeit Profil und lassen sie nicht im grauen Einerlei zerfließen.

Der christliche Glaube bekennt, dass die Zeit nicht in unaufhörlichen wiederkehrenden,  sich stets wiederholenden Kreisläufen in sich selbst mündet, sondern ihr Ziel in der Vollendung im dreifaltigen Gott findet.

  Eingebunden in den Jahreslauf feiert die Kirche das Kirchenjahr.
In ihm entfaltet sie ihren christlichen Glauben, den sie öffentlich bekennt, begeht und feiert durch Gebet und Gottesdienst, durch Feste und Brauchtum.

Auf diesen Seiten finden Sie einen Gang durch das Kirchenjahr, angereichert mit Bildern aus der christlichen Kunst und Fotos aus dem Leben der Kirchengemeinde St. Moriz.

Ausgangspunkt des Kirchenjahrs
ist nicht der 1. Januar, wie im bürgerlichen Jahr, sondern der Sonntag, denn er ist gewissermaßen der Kern, die Mitte des Kirchenjahres, aus dem heraus sich das Kirchenjahr entwickelt hat und sich entfaltet.

Das Kirchliche Festjahr im Kirchenkalender
Die Tagesliturgie im Jahreskreis - Schott Kalender


Das Zweite Vatikanische Konzil schreibt über das Kirchenjahr:
„Als liebende Mutter hält die Kirche es für ihre Aufgabe, das Heilswerk ihres göttlichen Bräutigams an bestimmten Tagen das Jahr hindurch in heiligem Gedenken zu feiern. In jeder Woche begeht sie an dem Tag, den sie Herrentag genannt hat, das Gedächtnis der Auferstehung des Herrn, und einmal im Jahr feiert sie diese Auferstehung zugleich mit dem seligen Leiden des Herrn an Ostern, ihrem höchsten Fest. Im Kreislauf des Jahres entfaltet sie das ganze Mysterium Christi von der Menschwerdung und Geburt bis zur Himmelfahrt, zum Pfingsttag und zur Erwartung der seligen Hoffnung und der Ankunft des Herrn. Indem sie so die Mysterien der Erlösung feiert, erschließt sie die Reichtümer der Machterweise und der Verdienste ihres Herrn, so dass sie jederzeit gewissermaßen gegenwärtig gemacht werden und die Gläubigen mit ihnen in Berührung kommen und mit der Gnade des Heiles erfüllt werden.“  (Konstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“, 102)